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Apple auf der Waage gegenüber Regulierung

Warum die EU mit dem Digital Markets Act das Falsche „schützt“

Franz Huemer
Franz Huemer |

Der Digital Markets Act: Gut gemeint, schlecht gemacht

 

Der Digital Markets Act (DMA) der Europäischen Union soll „faire Wettbewerbsbedingungen“ schaffen und Verbraucher:innen schützen.
Doch was in Brüssel als Fortschritt verkauft wird, hat einen gefährlichen Nebeneffekt:
Es schwächt die Sicherheit und den Datenschutz der Nutzer:innen in der EU.

Apple hat in seinem Statement zum DMA gewarnt:
Die neuen Regeln zwingen das Unternehmen, sein geschlossenes System zu öffnen – für Sideloading, alternative App-Stores und Drittanbieter-Zahlungssysteme.
Damit verliert eines der sichersten Ökosysteme der Welt seinen größten Vorteil: Kontrolle über Qualität und Sicherheit.


Datenschutz und Sicherheit sind kein Zufall

Ich habe mich bewusst für Apple entschieden – und zwar aus einem einfachen Grund:
Datenschutz, Sicherheit und Verlässlichkeit sind dort keine Marketingphrasen, sondern Grundprinzipien.

Die EU greift mit dem DMA tief in diese Architektur ein.
Was dabei übersehen wird:

  1. Sideloading erhöht Risiken.
    Wenn jede App aus beliebigen Quellen installiert werden kann, öffnet das Tür und Tor für Schadsoftware.

  2. Alternative App-Stores klingen nach Freiheit –
    …bedeuten aber oft weniger Transparenz und schwächere Sicherheitsstandards.

  3. Wettbewerb braucht Vertrauen, nicht Zwang.
    Vertrauen entsteht, wenn Nutzer:innen sich sicher fühlen – nicht, wenn sie vor jeder Installation nachdenken müssen, ob die App sicher ist.


Innovation entsteht nicht durch Bürokratie

Der Digital Markets Act zeigt, wie die EU mit gutem Willen das Gegenteil erreicht:
Statt Innovation zu fördern, wird sie durch Überregulierung gebremst.
Statt Vertrauen zu stärken, wird es durch Unsicherheit ersetzt.

Apple hat Datenschutz und Nutzerrechte frühzeitig ernst genommen – oft lange bevor die Politik reagiert hat.
Und jetzt zwingt dieselbe Politik Unternehmen dazu, genau diese Schutzmechanismen zu schwächen.


Fazit: Lieber sicher als „offen“

Europa sollte auf Vertrauen, Datenschutz und Innovationsförderung setzen – nicht auf Bürokratie und Zwang.
Denn wenn Regulierung Sicherheit untergräbt, läuft etwas grundlegend falsch.

Lieber ein sicheres, geschlossenes System als ein offenes, gefährliches.

 

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